Aktuelle Presse
Mannheimer Morgen, Ausgabe 28.9.2011
Extrablatt, Ausgabe September
2011
Extrablatt, Ausgabe August
2009

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Mannheimer Morgen

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Mannheimer Morgen
RHEINAU:
Abwechslungsreiches Programm beim 21. Seefest des Wasserskiclubs /
Spezialitäten aus der afrikanischen und der karibischen Küche
Von unserem Mitarbeiter Jan-Hendric Bahls
Einmal wassern, aber mit Stil - das
durften alle interessierten Besucher auf dem Seefest des Wasserskiclubs Rheinau, die es sich trotz bescheidener Wetterverhältnisse
nicht nehmen lassen wollten, auf die Jetski zu steigen. Bereits zum 21. Mal
öffnete sich der Verein dem gesellschaftlichen Leben, um im Rahmen dieser
Festveranstaltung seinen
Über 100 Mitglieder stehen derzeit in
den Reihen der Wasserskiläufer, darunter einige Talente, die bis in die
nationale und internationale sportliche Spitze vorstoßen wollen. "Wir
trainieren einmal in der Woche", erklärte
Wohin der Weg mit viel Trainingsfleiß
führen kann, bewiesen am ersten Tag des Rheinauer Seefestes die aktiven Asse im
Rahmen der Wasserski- und Wakeboard-Show auf zwei
Skiern beziehungsweise einem Brett. Dass es nicht immer die entsprechend für
das Wasser konzipierte Hardware sein muss, auf der es sich glänzend gleiten
lässt, zeigten die Teilnehmer der "Crazy
Waterski Challenge". "Wir probieren gerne
neue Sachen aus, damit es nicht langweilig wird", erklärte
Unter dem Motto "Wer fährt am
weitesten mit dem verrücktesten Wasserskigerät", testeten so die Läufer
ausgefallene Untersätze, deren Assoziation mit dieser Wassersportart nur
schwerlich zu finden war. So kamen unter dem amüsierten Interesse der
begeisterten Zuschauer am Rheinauer See nicht nur Koffer und Bügelbretter mit
einer möglichst begrenzten Gleitfläche zum Zuge, sondern auch ein Rollstuhl
sowie eine zweckentfremdete Pkw- Motorhaube.
Eine ebenso erstklassige
Choreographie leisteten sich die Mitglieder von "No Limit", die unter
Leitung von Frauke Mews mit Freestyledanceacts
die Fans vor der Showbühne begeisterten. Diese gehörte am Abend ganz der
Frankfurter Musikcombo "Six", bei deren
musikalisch ansprechendem Programm kräftig getanzt werden durfte, um in den
Pausen die Menükarte auf dem Rheinauer Seefest durchzuprobieren.
Nachdem erst in den frühen
Morgenstunden die letzten Besucher den Heimweg angetreten hatten, ging für die
fleißigen Helfer des Vereins bereits am nächsten Vormittag die Veranstaltung in
ihre zweite Hälfte. Wieder mit einem öffentlichen Lauf eingeläutet,
präsentierten sich Laien und Profis von ihrer besten Seite. Im Programm sorgte
die Künstlergruppe von "African Akrowa" mit
ihrem afrikanischen Dorf für exotisches Flair auf dem Seefest. Durch
Trommelperformances und afrikanische Tänze stieg das Fieber bei den
Spannung garantierte in Folge die
Ziehung der Tombola. Insgesamt 500 Preise waren im Vorfeld der Veranstaltung
gespendet worden. Hauptpreis war ein Wasserbett von Acqua
Mobil. "Wir sind sehr erfreut über den Zuschauerzulauf", betonte
Mannheimer Morgen
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Presseressort des WSC
Mannheim
Katrin Lindenberger Star der Deutschen Meisterschaften
Wasserski: Mannheimerin gewinnt alle Einzel-Titel
Bei den
Deutschen Wasserskimeisterschaften am vergangenen Wochenende in Duisburg ließ
die Ausnahmeläuferin des
Mit einem
Paukenschlag eröffnete die Wasserskisportlerin des Jahres 2005 die Finalläufe:
6720 Punkte in zwei tadellosen Trickskidurchgängen bedeuteten eine deutliche
Verbesserung des von ihr selbst gehaltenen Deutschen Rekords und waren mehr als
doppelt soviel als das Resultat der Zweitplazierten. Nach den
Vorlaufergebnissen war damit jetzt schon klar, daß
auch der Titel in der Kombination, der Gesamtwertung aus allen Disziplinen, zum
fünften mal in Folge an die Mannheimerin fallen würde.
An der von
ihr nicht besonders geliebten Anlage am Duisburger Töppersee
gelang Katrin Lindenberger zwar im Slalom kein
Top-Ergebnis, doch bei immer stärker aufkommendem Wind verwies sie routiniert
und abgeklärt die heranstürmende jugendliche Konkurrenz auf die Plätze. Mit
drei Sprüngen in die Nähe ihrer persönlichen Bestleistung komplettierte sie
ihren souveränen Erfolg und präsentierte sich bestens gerüstet für die
Weltmeisterschaften im September im norddeutschen Dankern.
„Schade
nur“, meinte sie nach dem Wettkampf, „daß es für die
Mannschaftswertung nicht auch noch gereicht hat“, aber durch den
verletzungsbedingten Ausfall von
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Rheinpfalz, Februar 2006

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Rheinpfalz vom
Auf
schnellen Brettern an Boot und Seilbahn
WASSERSKI: Katrin Lindenberger vom
Wasserskiclub Kurpfalz hat eine äußerst erfolgreiche Saison hinter sich
Ein grandioses
Jahr für eine grandiose Sportlerin – so lautet das Fazit für die Saison von
Katrin Lindenberger. Als eine der weniger
Wasserski-Allrounder in Deutschland hatte sie sich entschieden, in diesem Jahr
parallel in zwei „Ressorts" anzutreten: „Seilbahn", hier startete sie
für ihren Heimatverein, den Wasserskiclub Mannheim, wo sie gemeinsam mit ihrem
Vater Peter Lindenberger selbst eine
Wasserski-Seilbahn betreibt. Im Ressort „Boot" startete sie als neues
Mitglied erstmals für den Wasserskiclub Kurpfalz in Ludwigshafen.
In beiden
Ressorts werden jeweils drei verschiedene Disziplinen ausgetragen:
Slalomlaufen, Figurenski und Weitspringen. Ein Laie stellt sich den Unterschied
vielleicht nicht besonders dramatisch vor. Schließlich handelt es sich dabei um
identische Ausführungen. „Nur" mit dem Unterschied, dass der Läufer einmal
von einem Seil in einer Umlaufbahn geführt wird, während hinter dem Boot der
Zug direkt vom vorausfahrenden Motorboot kommt. Aber weit gefehlt, wie Beate
Vogt, Sportwartin der „Kurpfälzer" betont:
„Regelmäßig sind die Best Performer im
Seilbahn-Wasserski noch lange nicht die Erstplatzierten am Boot und
umgekehrt."
Der
Wettkampfkalender von Katrin Lindenberger war 2003
dann auch eng beschrieben: von Bayern nach Ostdeutschland, nach einem Abstecher
von 3000 Kilometer nach Polen wieder zurück nach Baden-Württemberg, dann nach
Griechenland. Vogt zählt auf: „Vom Internationalen Einladungsturnier zur
Europameisterschaft Seilbahn, von der Deutschen Meisterschaft Boot zur
Mannschaftsmeisterschaft Seilbahn, von der Europameisterschaft Boot zum
krönenden Abschluss einer sportlichen Saison, der Teilnahme an der
Weltmeisterschaft am Boot in Orlando, Florida."
Sportlich
gesehen war diese Mammut-Saison gekrönt von vielen Erfolgen: zum Auftakt neuer
deutscher Rekord im Springen, Deutsche Meisterin im Figurenski, Siegerin mit
dem deutschen Team auf der EM, Deutsche Meisterin im Springen. Und, und, und
...
Das
Highlight dieser phänomenalen Saison war jedoch die Nominierung für die
deutsche Nationalmannschaft für die Teilnahme an der Weltmeisterschaft. Beate
Vogt: „So war es nur zu verständlich, dass wir auf unserem heimatlichen
Gewässer von Katrin im Spätsommer nur mehr ein Winken aus dem Flugzeug zu sehen
bekamen."
Im Oktober, so Vogt, ergab ein Telefonat, dass ihre Spuren
wieder nach Mannheim führten. Beate Vogt schmunzelt: „Dann habe ich sie
gefragt: Was machst Du denn jetzt nach einer solchen Saison?" Katrin Lindenberger hatte die Antwort schnell parat: „Jetzt fahr'
ich in den Schnee, um mein Winterskilaufen zu optimieren."
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Rheinfalz vom
Wasserski: Neuer Rekord
LUDWIGSHAFEN.
Bei den Wassesrski-Europameisterschaften am Boot im
griechischen Agrino demonstrierte Katrin Lindenberger vom Wasserskiclub Kurpfalz einmal mehr ihre
Klasse im Springen. Mit einer Weite von 36,00 Metern stellte sie erneut einen
neuen deutschen Rekord auf. Bereits zum Saisonanfang im Mai hatte sie ihr
Können mit einem Sprung von 35.90 Meter unter Beweis gestellt. Ob die Deutsche
Meisterin am 14. September dabei sein kann, wenn der Wasserskiclub Kurpfalz bei
der Kurpfalz Challenge seine Wasserskishow auf dem
Rhein entlang der Rheinuferstrasse durchführt, ist noch ungewiss, da sie
bereits eine Einladung zur Weltmeisterschaft in Florida in der Tasche hat.
(pes)
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Mannheimer Morgen vom
Katrin Lindenberger holt Bronze im Slalom
WASSERSKI:
Mannheimerin wird bei den Europameisterschaften in Lublin
beste Deutsche
Katrin Lindenberger vom WSC Mannheim-Rheinau
gewann bei den Wasserski-Europameisterschaften im polnischen Lublin im Slalomwettbewerb der Frauen die Bronzemedaille
und avancierte damit zur besten deutschen Teilnehmerin. Zuvor hatte die
Mannheimerin sogar den Vorlauf der Slalom-Disziplin überraschend gewonnen.
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Mannheimer
Morgen vom
Wahnsinn - Bestweiten von der Rheinauer Schanze
WASSERSKI: Thomas Bauer und Julia Meier-Gromyko gewinnen
dritten Sprungcup des WSC mit inoffiziellen Weltrekorden
Die dicken, schwarzen Bretter klatschen auf den Rheinauer
See, Thomas Bauer stand fest auf den Skiern, reckte die Faust in den wolkenverhangenen Himmel und presste ein langes "Jaaaa" aus der Kehle. 63,80 Meter weit war der für den
WSC Kiefersfelden startende Wasserskiläufer beim dritten Mannheimer Sprungcup
gesegelt und gewann damit den Wettbewerb bei den Männern mit deutlichem
Vorsprung vor Jochen Lüers (61,70 Meter/WSC Mannheim)
und Robin Senge (59,20/Kirchheim).
59 Meter war die bisherige Bestweite von Bauer, dem Inhaber
des deutschen Rekords, gleich über vier Meter konnte er in Mannheim drauflegen.
"Es hat einfach alles gepasst", freute sich Bauer. Die Schanze sei
hervorragend präpariert gewesen, und auch das ständige Tüfteln am Material habe
sich gelohnt. Vor vier Jahren seien selbst Sprünge von 55 Metern noch für
unmöglich gehalten worden. "Aber die Entwicklung ist nicht
aufzuhalten."
Auch bei den Frauen stellte eine Athletin die Konkurrenz in
den Schatten. Julia Meier-Gromyko (Alfsee-Rieste)
verwies mit ihrem Satz über 44,10 Meter Claudia Geiger (41 Meter/WSC Friedberg)
und Tatiana Avdonina (40,30/WSC Mannheim) auf die
Plätze. Die amtierende Weltrekordhalterin (42,80) aus Weißrussland hat damit -
genau wie Bauer - einen neuen, aber nur inoffiziellen Weltrekord aufgestellt,
weil die Mannheimer Schanze nicht in die internationale Zulassungsliste für
Rennwettbewerbe aufgenommen ist. Die Freude bei Meier-Gromyko war trotzdem
groß: "Wahnsinn, mehr wäre auch nicht möglich gewesen, ich bin am Limit
gesprungen."
Wie gefährlich die Sprungdisziplin ist, zeigte der Unfall
von Marc-Andre Meier (Alfsee-Rieste). Bei seinem
zweiten Versuch hatte Meier die Kontrolle über die Ski verloren und war schwer
gestürzt. Minutenlang war Meier benommen und wurde vom Rettungsdienst ins
Krankenhaus gefahren. Über die Schwere seiner Verletzung war bis Redaktionsschluss
nichts bekannt. "Wir hoffen aber, dass es nur Rippenprellungen sind",
sagte Bettina Mohr, Vorsitzende des WSC Mannheim.
Reihenweise persönliche Bestleistungen, Schanzenrekorde,
inoffizielle Weltrekorde, der Gewinn der deutschen Mannschaftsmeisterschaft für
den WSC Mannheim: Von der sportlichen Seite habe das Mannheimer
Wasserski-Spektakel die Erwartungen der Veranstalter mehr als erfüllt, sagte
Mohr. Enttäuscht zeigte sie sich aber über die Zuschauerresonanz: "Rund
1500 Gäste waren es an den drei Tagen. Bis zu 6000 Besucher hatten wir
erwartet." Das Wetter - besonders am ersten Wettkampftag - habe dem Verein
"einen Strich durch die Rechnung gemacht."
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Mannheimer
Morgen vom
Brett-Akrobaten stehen im Rampenlicht
WASSERSKI: Deutsche Mannschaftsmeisterschaften ab Freitag
auf dem Rheinau See
Große Scheinwerfer werden den Rheinau
See am Freitagabend ausleuchten, so dass der Jury und den Zuschauern beim
Trickski (22 Uhr bis
Neben waghalsigen Sprüngen und spektakulären Figuren
bekommen die Zuschauer auch ein Mannheimer Team zu sehen, das voller Hoffnung
in den Mannschaftswettbewerben startet. Im vergangenen Jahr wurden die Quadratestädter Vizemeister. Dieses Mal wollen Tatiana Avdonina, Katrin Lindenberger und
Jochen Lüers ganz oben auf dem Siegertreppchen
stehen. "Ich glaube, dass wir eine gute Chance haben, weil der amtierende
Meister Alfsee-Rieste in dieser Saison personell
nicht so stark besetzt ist", tippt Mohr. Für sie zählt St. Leon-Rot zu den
starken Konkurrenten. Mit Lisa Mohr, Nadine Hagenhoff,
Patrick Knodel und Christoph Caffier
schickt der WSC ein zweites Team ins Feld der zehn startenden Mannschaften, die
ihre Stärken in den Disziplinen Trickski, Slalom und Springen messen.
Die Favoritenrolle beim Sprungcup nehmen bei den Herren
Jochen Lüers und Thomas Bauer (WSC Kiefersfelden) und
bei den Frauen die Weißrussin Julia Meier-Gromyko und Claudia Geiger (WSC
Friedberg) ein. Der sechsmalige deutsche Meister Lüers
gewann den Sprungcup im vergangenen Jahr mit einer Weite von 56,20 Metern.
Meier-Gromyko, amtierende Welt- und Europameisterin in der Kombination, in
Trickski und im Springen, landete mit einer Weite von 39 Metern auf dem
Siegerpodest. Mohr hofft, dass das dreitätige Wasserski-Spektakel einen kleinen
Beitrag leisten kann, den Sport populärer zu machen: "Wasserski ist noch
immer eine Randsportart", weiß die Vorsitzende. Dabei böten die
unterschiedlichen Disziplinen und die spektakulären Sprünge - die Athleten
fahren mit einer Geschwindigkeit von bis zu 57 km/h auf die Schanze - sehr viel
Abwechslung. Für den WSC ist die Veranstaltung ein würdiger Rahmen für das 20-jährige
Vereinsbestehen: "Die Ausrichtung der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft
wollten wir uns zu diesem Anlass nicht nehmen lassen."
3. Mannheimer Sprungcup und Deutsche
Mannschaftsmeisterschaft, Rheinauer See. Freitag: 22 - 23-40 Uhr: Trickski unter
Flutlicht, Samstag
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Mannheimer
Morgen vom
"In die Knie, den Hintern ganz runter, die Arme
lang"
Gewinner unserer Aktion lernen an der Wasserskianlage Mannheim-Rheinau, wie nass die Praxis nach trockener
Theorie sein kann.
Das kann kein Zufall sein: Die mutigen Teilnehmer unserer
Leseraktion schlüpfen gerade in die Bindungen ihrer Ski, da beginnt dieses
Lied, das so sehr nach Sommer klingt - "Bacardi
Feeling", säuselt die Stimme, die der Lautsprecher durch die warme Luft
zum Steg herüber bläst. Wasserskilehrer Christoph wackelt kurz mit den Hüften,
grinst und lässt seine Schüler erst einmal sitzen: "In die Knie, den
Hintern ganz runter, die Arme lang." Alle folgen artig. "So bleibt
ihr nach dem Start sitzen", erklärt Christoph weiter. "Bis ihr euch
sicher fühlt."
Der trockenen Theorie folgt die nasse Praxis. Angela Wilhelm
stapft auf ihren Brettern wild entschlossen zum Start - als Erste der Gruppe.
Sie greift sich den Bügel, erinnert sich an Christophs Worte ("Knie,
Hintern, Arme") - und schon rast sie übers Wasser. Als sei es ein
Kinderspiel, hat Angela den Ruck überstanden, mit dem die Leine beim Start in
das Umlaufseil der Bahn einhakt. Anerkennendes Nicken auf dem Steg. Und dann
ein lang gezogenes, voller Mitleid herausgepresstes "Oooh":
Angelas Kurventechnik ging während der ersten Richtungsänderung baden.
"Das war doch gar nicht schlecht", wird sie später sagen. "Mehr
hab ich beim ersten Versuch gar nicht erwartet."
Denn das haben alle, die den Wasserski-Kurs am Rheinauer See
gewonnen haben, gemeinsam: Sie stehen zum ersten Mal auf den Holzbrettern.
"Ich wohne zwar in Rheinau, habe aber noch die
Kurve zum Wasserski gekriegt", sagt Christine Mattern, die sich riesig
freute, dabei sein zu können. Schon oft habe sie den Wasserskifahrern
zugeschaut, erzählt Stefanie Reinhold aus Schwetzingen. "Aber getraut habe
ich mich nie." Heute hat sie mehr Mut, aber auch sie verliert in Kurve
Eins das Gleichgewicht.
Dann kommt der Mannheimer Bülent Yolcu: Ein paar Meter kämpft er beherzt gegen alle
physikalischen Kräfte an. Vergebens. Der Techniker für Betriebswissenschaft
taucht mit einem spektakulären Satz ab. "Das war ein kurzer Trip - Ich
glaub, ich bin zu schwer", analysiert er seine Premiere. Den Bogen als
Erster raus hat Matthias Scholl aus Ludwigshafen. Locker und elegant dreht das
Naturtalent auf Anhieb zwei Runden. Und weiß, warum: "Ich hatte ja die
Negativbeispiele vor mir", flachst er. "Nein, im Ernst. Ich fahre Ski
und das hilft wohl beim Belasten in den Kurven."
Nach und nach haben alle den Dreh raus und schießen teils
mit tollem Einsatz um den 800 Meter langen Kurs. "Das ist spitzenmäßig,
ich bin ganz begeistert", jubelt Jasmin Illing.
Die Architektin aus Bensheim fühlt sich auf den Skiern sogar "ein bisschen
schwerelos". Bülent hängt zwar noch etwas im
Seil, findet aber Zeit, beim Vorbeifahren unserem Fotografen freundlich in die
Kamera zu grinsen. "Ich hatte mit dem Sport Berührungsängste, aber durch
eure Aktion ist der Bann gebrochen", sagt der 26-Jährige beim gemeinsamen
Abschluss-Essen. "Ich werde mit Freunden bestimmt wiederkommen. Es macht
riesig Spaß - auch wenn man ein paar Mal auf die Schnauze fällt."
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Mannheimer
Morgen vom
Sprungcup - die Weltelite wirbelt durch die Luft
Atemberaubende Flüge beim WSC Mannheim / 2000 Zuschauer
brauchen ihr Kommen nicht zu bereuen:
Wasserski fahren macht Spaß und viele Menschen stellen sich
besonders im Urlaub gerne mal auf die Latten. Sich über eine Sprungschanze
katapultartig zwischen 30 und 60 Meter weit wegschleudern zu lassen, auf diese
Idee kommen doch nur Verrückte, oder? Weit gefehlt, Wasserski-Sprung ist eine
interessante Sportart. Davon konnten sich die zahlreichen Besucher beim zweiten
Sprungcup des WSC Mannheim am Wochenende überzeugen.
Knapp 2000 Zuschauer säumten gestern das Ufer des Rheinauer
Sees, als die Entscheidungen auf dem Programm standen. Und sie sollten ihr
Kommen bei sommerlichen Temperaturen nicht bereuen, denn die fünf weiblichen
und acht männlichen Finalteilnehmer ließen dem interessierten Beobachter mehr
als einmal den Atem stocken. Mit Spitzengeschwindigkeiten jenseits der 100
Kilometer wurden die "Wasserski-Asse" von der Sprung-Rampe in die
Luft geschleudert, ehe sie aus etwa sieben Metern Höhe zurück aufs Wasser
fielen.
Bei den Damen galt die amtierende Welt- und Europameisterin
Julia Meier-Gromiko als Favoritin. Die Weißrussin,
die inzwischen in Deutschland lebt und trainiert, hatte bereits im Vorjahr den
ersten Sprungcup in Rheinau für sich entschieden. Mit
Claudia Geiger aus Friedberg hatte die 30-Jährige allerdings eine ernsthafte
Konkurrentin, die Meier-Gromiko sogar ein Stechen
abtrotzte. Nach drei Durchgängen lagen beide mit 39 Metern an der Spitze, ehe
der routinierten Titelverteidigerin 37 Meter im Entscheidungs-Durchgang zum
Erfolg reichten.
Den eigenen hohen Ansprüchen reichte Meier-Gromiko
die Leistung aber nicht. "Die Sprünge waren nicht gut, ich bin überhaupt
nicht zufrieden", erklärte sie, nachdem die junge Mutter erst einmal den
Nachwuchs versorgt hatte. "Ich komme mit der Anlage einfach nicht zurecht,
die Schanze ist mir persönlich zu langsam."
Auf den bis zu 2,50 Meter langen Brettern flog Lokalmatadorin Katrin Lindenberger
auf Rang drei vor. 35,4 Meter brachten der 21-Jährigen den Sprung auf das
Siegerpodest. "Ich war ziemlich müde, da ich hier durch die Organisation
abgelenkt werde", gab Lindenberger zu, die nicht
nur deshalb mit ihren Sprüngen zufrieden war: "Das war ok."
Steigerungspotenzial hat sie bei sich selber aber schon noch ausgemacht:
"An die Zwei da vorne komme ich nicht ran, aber ich bin noch jung und kann
die Lücke noch schließen."
Bei den Herren ging es an der Spitze ähnlich eng zu. Bevor
jedoch die Hymne für den Sieger gespielt wurde, mussten Athleten und Zuschauer
eine Schrecksekunde überstehen. Andreas Pape aus Bad
Arolsen hatte im zweiten Finaldurchgang viel riskiert und stürzte spektakulär.
Nach bangen Momenten kam jedoch die Entwarnung, Pape
kam heil davon und ergatterte mit einem 52,4 Meter-Sprung sogar noch den
dritten Rang im Endklassement. "Die Sportler sind austrainiert und stecken
deshalb viel weg", erklärte Mitorganisator Peter Lindenberger.
"Außerdem sind sie durch ihre Anzüge ausgezeichnet gesichert."
Auf den Schutz des Materials konnte Jochen Lüers verzichten. Seinen Satz auf 56,2 Meter stand der
Rosenheimer sicher und war deshalb gestern nicht zu schlagen. Nach Platz zwei
im Vorjahr ließ er sich den Sieg nicht mehr nehmen. Ihm am nächsten kam Thomas
Bauer, der mehrfache deutsche Meister machte nach 53,7 Metern wieder
Bekanntschaft mit dem kalten Nass. "Eine tolle Leistung aller
Starter", zollte Peter Lindenberger ein
Universallob. "Die Zuschauer haben die Weltelite dieser Sportart gesehen
und gehen hoffentlich begeistert nach Hause."
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Mannheimer
Morgen vom
Sprungcup lockt die Elite auf den Rheinauer See
WASSERSKI: Starkes Feld soll Schanzenrekorde purzeln lassen
/ WSC bei deutschen Meisterschaften erfolgreich
Der Rheinauer See ist wieder Schauplatz der nationalen und
internationalen Wasserski-Sprungelite. Am Samstag und Sonntag richtet der WSC Rheinau zum zweiten Mal den Wasserski-Sprungcup an der
Seilbahn aus. Das erfolgreiche Konzept aus dem vergangenen Jahr behalten die
Veranstalter bei. Als Neuerung gibt es jedoch für jeden aufgestellten
Schanzenrekord eine Prämie von 200 Mark. "Damit wird schon in den
Vorläufen die Jagd auf die Bestweiten beginnen", sagt Sportwart Peter Lindenberger. Für die Zuschauer sind die bestehenden
Schanzenrekorde mit Bojen markiert. Die Bestweite bei den Frauen stellte die
aktuelle Weltrekordhalterin Julia Meier-Gromyko (Weißrussland) mit 39 Metern
auf. Bei den Herren sprang Thomas Bauer (Kiefersfelden) mit 56,9 Metern am
weitesten. Damit sind die beiden auch die Titelverteidiger.
Für den Mannheimer Club ist der Wettkampf eine tolle Möglichkeit,
den Sport einer breiten Masse zu präsentieren. Immerhin sind die weltweit
besten Wasserskispringer eingeladen. Aus Weißrussland, Österreich, Deutschland
und Tschechien setzt sich das Feld der zwölf Männer
und zehn Frauen zusammen. Mit am Start werden unter anderem der
Europa-Rekordhalter am Boot, Jochen Lüers (67,6
Meter/WSC Kiefersfelden), die Weltrekordhalterin an der Seilbahn Julia
Meier-Gromyko (43,10 Meter) oder auch Lokalmatadorin
Katrin Lindenberger sein. Jeder der Teilnehmer hat im
Vorlauf und im Finale drei Sprünge. Mit der Seilbahn können Weiten bis zu 60
Metern erzielt werden. Während die Herren über eine 1,80 Meter hohe Rampe
springen, geht es für die Frauen über 1,65 Meter. Die Umlaufgeschwindigkeit der
Seilbahn beträgt 57 km/h und erreicht auf der Schanze eine
Höchstgeschwindigkeit von 110 km/h. Neben dem Sprungwettbewerb, wird der
Nachwuchs des WSC eine Wakeboard- und Wasserski-Show
zum Besten geben. "Das wird spektakulär", verspricht Lindenberger und hofft auf 3000 bis 5000 Zuschauer.
Jüngst unterstrich der WSC bei den deutschen Meisterschaften
an der Seilbahn am Twistesee sein Können. "Mit
der Mannschaft war es der größte Erfolg in unserer Vereinsgeschichte",
lobte Lindenberger. Tatjana Avdonia,
Katrin Lindenberger, Nadine Hagenhoff
und Patrick Knodel holten sich im
Mannschaftswettbewerb die Vizemeisterschaft. Im Slalom, Trickski und Springen
zeigte das Quartett starke Leistungen. "Wir haben es innerhalb von vier
Jahren geschafft, vom letzten auf den zweiten Rang vorzurücken", freute
sich der Sportwart. Im Einzelwettbewerb war Katrin Lindenberger
wieder einmal siegreich. In der Kombination und Trickski holte sich die
21-Jährige jeweils die Goldmedaille. Für Silber reichte es im Springen und im
Slalom. Beim Springen musste sie sich Claudia Geiger geschlagen geben. Aber
schon an diesem Wochenende hat Lindenberger die
Chance, sich hierfür zu revanchieren. Auch die A-Jugendliche Lisa Mohr machte
von sich reden. Bei den Frauen belegte sie bei den deutschen Titelkämpfen einen
starken sechsten Rang.