Aktuelle Presse

Mannheimer Morgen, Ausgabe 28.9.2011

Extrablatt, Ausgabe September 2011

 

Extrablatt, Ausgabe August 2009

 

 

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Mannheimer Morgen 08.07.08

 

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Mannheimer Morgen 11.08.06

 

RHEINAU: Abwechslungsreiches Programm beim 21. Seefest des Wasserskiclubs / Spezialitäten aus der afrikanischen und der karibischen Küche

Von unserem Mitarbeiter Jan-Hendric Bahls

Einmal wassern, aber mit Stil - das durften alle interessierten Besucher auf dem Seefest des Wasserskiclubs Rheinau, die es sich trotz bescheidener Wetterverhältnisse nicht nehmen lassen wollten, auf die Jetski zu steigen. Bereits zum 21. Mal öffnete sich der Verein dem gesellschaftlichen Leben, um im Rahmen dieser Festveranstaltung seinen Gästen nicht nur beste Unterhaltung zu liefern, sondern auch Einblicke in die Sportart und die Vereinsorganisation zu bieten.

Über 100 Mitglieder stehen derzeit in den Reihen der Wasserskiläufer, darunter einige Talente, die bis in die nationale und internationale sportliche Spitze vorstoßen wollen. "Wir trainieren einmal in der Woche", erklärte Katrin Lindenberger, selbst aktives Mitglied des WSC, die bereits die kommende Weltmeisterschaft im September fest im Blick hat. Trotz der Konkurrenz von 80 Mitbewerbern möchte es Lindenberger gerne aufs Treppchen schaffen. "Im Moment bin ich gut in Form, ein Platz unter den ersten fünf ist in jedem Fall realistisch", erklärte die Wasserskiläuferin. Seit 20 Jahren betreibe sie diesen Sport, zu dem sie über ihre Eltern gekommen sei. Andere Kinder lernten den Spaßfaktor des Wassersports durch Nachwuchsferienkurse kennen. Dort entdecke man immer wieder mal ein neues Talent, das sich dann auch im Verein anmelde, wie Lindenberger zu berichten wusste.

Wohin der Weg mit viel Trainingsfleiß führen kann, bewiesen am ersten Tag des Rheinauer Seefestes die aktiven Asse im Rahmen der Wasserski- und Wakeboard-Show auf zwei Skiern beziehungsweise einem Brett. Dass es nicht immer die entsprechend für das Wasser konzipierte Hardware sein muss, auf der es sich glänzend gleiten lässt, zeigten die Teilnehmer der "Crazy Waterski Challenge". "Wir probieren gerne neue Sachen aus, damit es nicht langweilig wird", erklärte Katrin Lindenberger. Deshalb habe man sich diesen ungewöhnlichen Wettbewerb einfallen lassen.

Unter dem Motto "Wer fährt am weitesten mit dem verrücktesten Wasserskigerät", testeten so die Läufer ausgefallene Untersätze, deren Assoziation mit dieser Wassersportart nur schwerlich zu finden war. So kamen unter dem amüsierten Interesse der begeisterten Zuschauer am Rheinauer See nicht nur Koffer und Bügelbretter mit einer möglichst begrenzten Gleitfläche zum Zuge, sondern auch ein Rollstuhl sowie eine zweckentfremdete Pkw- Motorhaube.

Eine ebenso erstklassige Choreographie leisteten sich die Mitglieder von "No Limit", die unter Leitung von Frauke Mews mit Freestyledanceacts die Fans vor der Showbühne begeisterten. Diese gehörte am Abend ganz der Frankfurter Musikcombo "Six", bei deren musikalisch ansprechendem Programm kräftig getanzt werden durfte, um in den Pausen die Menükarte auf dem Rheinauer Seefest durchzuprobieren.

Nachdem erst in den frühen Morgenstunden die letzten Besucher den Heimweg angetreten hatten, ging für die fleißigen Helfer des Vereins bereits am nächsten Vormittag die Veranstaltung in ihre zweite Hälfte. Wieder mit einem öffentlichen Lauf eingeläutet, präsentierten sich Laien und Profis von ihrer besten Seite. Im Programm sorgte die Künstlergruppe von "African Akrowa" mit ihrem afrikanischen Dorf für exotisches Flair auf dem Seefest. Durch Trommelperformances und afrikanische Tänze stieg das Fieber bei den Gästen, die es sich anschließend bei afrikanischen und karibischen Spezialitäten gut gehen lassen durften.

Spannung garantierte in Folge die Ziehung der Tombola. Insgesamt 500 Preise waren im Vorfeld der Veranstaltung gespendet worden. Hauptpreis war ein Wasserbett von Acqua Mobil. "Wir sind sehr erfreut über den Zuschauerzulauf", betonte Katrin Lindenberger. Die Stimmung sei trotz der suboptimalen Wetterbedingungen toll gewesen.

Mannheimer Morgen
11. August 2006

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Presseressort des WSC Mannheim 18.07.06

 

Katrin Lindenberger Star der Deutschen Meisterschaften

 

Wasserski: Mannheimerin gewinnt alle Einzel-Titel

 

Bei den Deutschen Wasserskimeisterschaften am vergangenen Wochenende in Duisburg ließ die Ausnahmeläuferin des WSC Mannheim der Konkurrenz nicht den Hauch einer Chance, holte vier mal Gold und gewann damit erstmals in ihrer Karriere sämtliche bei den Damen zur vergebenden Titel.

 

Mit einem Paukenschlag eröffnete die Wasserskisportlerin des Jahres 2005 die Finalläufe: 6720 Punkte in zwei tadellosen Trickskidurchgängen bedeuteten eine deutliche Verbesserung des von ihr selbst gehaltenen Deutschen Rekords und waren mehr als doppelt soviel als das Resultat der Zweitplazierten. Nach den Vorlaufergebnissen war damit jetzt schon klar, daß auch der Titel in der Kombination, der Gesamtwertung aus allen Disziplinen, zum fünften mal in Folge an die Mannheimerin fallen würde.

 

An der von ihr nicht besonders geliebten Anlage am Duisburger Töppersee gelang Katrin Lindenberger zwar im Slalom kein Top-Ergebnis, doch bei immer stärker aufkommendem Wind verwies sie routiniert und abgeklärt die heranstürmende jugendliche Konkurrenz auf die Plätze. Mit drei Sprüngen in die Nähe ihrer persönlichen Bestleistung komplettierte sie ihren souveränen Erfolg und präsentierte sich bestens gerüstet für die Weltmeisterschaften im September im norddeutschen Dankern.

 

„Schade nur“, meinte sie nach dem Wettkampf, „daß es für die Mannschaftswertung nicht auch noch gereicht hat“, aber durch den verletzungsbedingten Ausfall von Patrick Knodel konnte das Mannheimer Team trotz guter Leistungen des Nachwuchstalents Sascha Liedhegener nicht an die Top-Ergebnisse früherer Jahre anknüpfen.

 

 

 

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Rheinpfalz, Februar 2006

 

 

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Rheinpfalz vom 14.11.03

 

Auf schnellen Brettern an Boot und Seilbahn
WASSERSKI: Katrin Lindenberger vom Wasserskiclub Kurpfalz hat eine äußerst erfolgreiche Saison hinter sich

 Ein grandioses Jahr für eine grandiose Sportlerin – so lautet das Fazit für die Saison von Katrin Lindenberger. Als eine der weniger Wasserski-Allrounder in Deutschland hatte sie sich entschieden, in diesem Jahr parallel in zwei „Ressorts" anzutreten: „Seilbahn", hier startete sie für ihren Heimatverein, den Wasserskiclub Mannheim, wo sie gemeinsam mit ihrem Vater Peter Lindenberger selbst eine Wasserski-Seilbahn betreibt. Im Ressort „Boot" startete sie als neues Mitglied erstmals für den Wasserskiclub Kurpfalz in Ludwigshafen.

In beiden Ressorts werden jeweils drei verschiedene Disziplinen ausgetragen: Slalomlaufen, Figurenski und Weitspringen. Ein Laie stellt sich den Unterschied vielleicht nicht besonders dramatisch vor. Schließlich handelt es sich dabei um identische Ausführungen. „Nur" mit dem Unterschied, dass der Läufer einmal von einem Seil in einer Umlaufbahn geführt wird, während hinter dem Boot der Zug direkt vom vorausfahrenden Motorboot kommt. Aber weit gefehlt, wie Beate Vogt, Sportwartin der „Kurpfälzer" betont: „Regelmäßig sind die Best Performer im Seilbahn-Wasserski noch lange nicht die Erstplatzierten am Boot und umgekehrt."

Der Wettkampfkalender von Katrin Lindenberger war 2003 dann auch eng beschrieben: von Bayern nach Ostdeutschland, nach einem Abstecher von 3000 Kilometer nach Polen wieder zurück nach Baden-Württemberg, dann nach Griechenland. Vogt zählt auf: „Vom Internationalen Einladungsturnier zur Europameisterschaft Seilbahn, von der Deutschen Meisterschaft Boot zur Mannschaftsmeisterschaft Seilbahn, von der Europameisterschaft Boot zum krönenden Abschluss einer sportlichen Saison, der Teilnahme an der Weltmeisterschaft am Boot in Orlando, Florida."

Sportlich gesehen war diese Mammut-Saison gekrönt von vielen Erfolgen: zum Auftakt neuer deutscher Rekord im Springen, Deutsche Meisterin im Figurenski, Siegerin mit dem deutschen Team auf der EM, Deutsche Meisterin im Springen. Und, und, und ...

Das Highlight dieser phänomenalen Saison war jedoch die Nominierung für die deutsche Nationalmannschaft für die Teilnahme an der Weltmeisterschaft. Beate Vogt: „So war es nur zu verständlich, dass wir auf unserem heimatlichen Gewässer von Katrin im Spätsommer nur mehr ein Winken aus dem Flugzeug zu sehen bekamen."

Im Oktober, so Vogt, ergab ein Telefonat, dass ihre Spuren wieder nach Mannheim führten. Beate Vogt schmunzelt: „Dann habe ich sie gefragt: Was machst Du denn jetzt nach einer solchen Saison?" Katrin Lindenberger hatte die Antwort schnell parat: „Jetzt fahr' ich in den Schnee, um mein Winterskilaufen zu optimieren."

 

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Rheinfalz vom 08.09.03

Wasserski: Neuer Rekord

LUDWIGSHAFEN. Bei den Wassesrski-Europameisterschaften am Boot im griechischen Agrino demonstrierte Katrin Lindenberger vom Wasserskiclub Kurpfalz einmal mehr ihre Klasse im Springen. Mit einer Weite von 36,00 Metern stellte sie erneut einen neuen deutschen Rekord auf. Bereits zum Saisonanfang im Mai hatte sie ihr Können mit einem Sprung von 35.90 Meter unter Beweis gestellt. Ob die Deutsche Meisterin am 14. September dabei sein kann, wenn der Wasserskiclub Kurpfalz bei der Kurpfalz Challenge seine Wasserskishow auf dem Rhein entlang der Rheinuferstrasse durchführt, ist noch ungewiss, da sie bereits eine Einladung zur Weltmeisterschaft in Florida in der Tasche hat. (pes)

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Mannheimer Morgen vom 19.08.2003

Katrin Lindenberger holt Bronze im Slalom
WASSERSKI: Mannheimerin wird bei den Europameisterschaften in Lublin beste Deutsche

Katrin Lindenberger vom WSC Mannheim-Rheinau gewann bei den Wasserski-Europameisterschaften im polnischen Lublin im Slalomwettbewerb der Frauen die Bronzemedaille und avancierte damit zur besten deutschen Teilnehmerin. Zuvor hatte die Mannheimerin sogar den Vorlauf der Slalom-Disziplin überraschend gewonnen.

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Mannheimer Morgen vom 12.08.2002

 

Wahnsinn - Bestweiten von der Rheinauer Schanze

 

WASSERSKI: Thomas Bauer und Julia Meier-Gromyko gewinnen dritten Sprungcup des WSC mit inoffiziellen Weltrekorden

 

Die dicken, schwarzen Bretter klatschen auf den Rheinauer See, Thomas Bauer stand fest auf den Skiern, reckte die Faust in den wolkenverhangenen Himmel und presste ein langes "Jaaaa" aus der Kehle. 63,80 Meter weit war der für den WSC Kiefersfelden startende Wasserskiläufer beim dritten Mannheimer Sprungcup gesegelt und gewann damit den Wettbewerb bei den Männern mit deutlichem Vorsprung vor Jochen Lüers (61,70 Meter/WSC Mannheim) und Robin Senge (59,20/Kirchheim).

 

59 Meter war die bisherige Bestweite von Bauer, dem Inhaber des deutschen Rekords, gleich über vier Meter konnte er in Mannheim drauflegen. "Es hat einfach alles gepasst", freute sich Bauer. Die Schanze sei hervorragend präpariert gewesen, und auch das ständige Tüfteln am Material habe sich gelohnt. Vor vier Jahren seien selbst Sprünge von 55 Metern noch für unmöglich gehalten worden. "Aber die Entwicklung ist nicht aufzuhalten."

 

Auch bei den Frauen stellte eine Athletin die Konkurrenz in den Schatten. Julia Meier-Gromyko (Alfsee-Rieste) verwies mit ihrem Satz über 44,10 Meter Claudia Geiger (41 Meter/WSC Friedberg) und Tatiana Avdonina (40,30/WSC Mannheim) auf die Plätze. Die amtierende Weltrekordhalterin (42,80) aus Weißrussland hat damit - genau wie Bauer - einen neuen, aber nur inoffiziellen Weltrekord aufgestellt, weil die Mannheimer Schanze nicht in die internationale Zulassungsliste für Rennwettbewerbe aufgenommen ist. Die Freude bei Meier-Gromyko war trotzdem groß: "Wahnsinn, mehr wäre auch nicht möglich gewesen, ich bin am Limit gesprungen."

 

Wie gefährlich die Sprungdisziplin ist, zeigte der Unfall von Marc-Andre Meier (Alfsee-Rieste). Bei seinem zweiten Versuch hatte Meier die Kontrolle über die Ski verloren und war schwer gestürzt. Minutenlang war Meier benommen und wurde vom Rettungsdienst ins Krankenhaus gefahren. Über die Schwere seiner Verletzung war bis Redaktionsschluss nichts bekannt. "Wir hoffen aber, dass es nur Rippenprellungen sind", sagte Bettina Mohr, Vorsitzende des WSC Mannheim.

 

Reihenweise persönliche Bestleistungen, Schanzenrekorde, inoffizielle Weltrekorde, der Gewinn der deutschen Mannschaftsmeisterschaft für den WSC Mannheim: Von der sportlichen Seite habe das Mannheimer Wasserski-Spektakel die Erwartungen der Veranstalter mehr als erfüllt, sagte Mohr. Enttäuscht zeigte sie sich aber über die Zuschauerresonanz: "Rund 1500 Gäste waren es an den drei Tagen. Bis zu 6000 Besucher hatten wir erwartet." Das Wetter - besonders am ersten Wettkampftag - habe dem Verein "einen Strich durch die Rechnung gemacht."

 

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Mannheimer Morgen vom 07.08.2002

 

Brett-Akrobaten stehen im Rampenlicht

 

WASSERSKI: Deutsche Mannschaftsmeisterschaften ab Freitag auf dem Rheinau See

 

Große Scheinwerfer werden den Rheinau See am Freitagabend ausleuchten, so dass der Jury und den Zuschauern beim Trickski (22 Uhr bis 23.40 Uhr) und damit dem Auftakt der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft im Wasserski keine der komplizierten und kunstvollen Sprungfiguren entgehen wird. Zum ersten Mal richtet der WSC Mannheim die Mannschaftsmeisterschaft aus. Der Rheinauer See ist vom 9. bis 11. August zudem Schauplatz des dritten Mannheimer Sprungcups. Angesichts dieses attraktiven Sportprogramms erwartet Bettina Mohr eine große Resonanz: "Ich rechne mit 5000 bis 6000 Zuschauern", sagt die WSC-Vorsitzende.

 

Neben waghalsigen Sprüngen und spektakulären Figuren bekommen die Zuschauer auch ein Mannheimer Team zu sehen, das voller Hoffnung in den Mannschaftswettbewerben startet. Im vergangenen Jahr wurden die Quadratestädter Vizemeister. Dieses Mal wollen Tatiana Avdonina, Katrin Lindenberger und Jochen Lüers ganz oben auf dem Siegertreppchen stehen. "Ich glaube, dass wir eine gute Chance haben, weil der amtierende Meister Alfsee-Rieste in dieser Saison personell nicht so stark besetzt ist", tippt Mohr. Für sie zählt St. Leon-Rot zu den starken Konkurrenten. Mit Lisa Mohr, Nadine Hagenhoff, Patrick Knodel und Christoph Caffier schickt der WSC ein zweites Team ins Feld der zehn startenden Mannschaften, die ihre Stärken in den Disziplinen Trickski, Slalom und Springen messen.

 

Die Favoritenrolle beim Sprungcup nehmen bei den Herren Jochen Lüers und Thomas Bauer (WSC Kiefersfelden) und bei den Frauen die Weißrussin Julia Meier-Gromyko und Claudia Geiger (WSC Friedberg) ein. Der sechsmalige deutsche Meister Lüers gewann den Sprungcup im vergangenen Jahr mit einer Weite von 56,20 Metern. Meier-Gromyko, amtierende Welt- und Europameisterin in der Kombination, in Trickski und im Springen, landete mit einer Weite von 39 Metern auf dem Siegerpodest. Mohr hofft, dass das dreitätige Wasserski-Spektakel einen kleinen Beitrag leisten kann, den Sport populärer zu machen: "Wasserski ist noch immer eine Randsportart", weiß die Vorsitzende. Dabei böten die unterschiedlichen Disziplinen und die spektakulären Sprünge - die Athleten fahren mit einer Geschwindigkeit von bis zu 57 km/h auf die Schanze - sehr viel Abwechslung. Für den WSC ist die Veranstaltung ein würdiger Rahmen für das 20-jährige Vereinsbestehen: "Die Ausrichtung der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft wollten wir uns zu diesem Anlass nicht nehmen lassen."

 

3. Mannheimer Sprungcup und Deutsche Mannschaftsmeisterschaft, Rheinauer See. Freitag: 22 - 23-40 Uhr: Trickski unter Flutlicht, Samstag 10.15 - 13 Uhr: Slalom, 16.45 - 19.30 Uhr: Springen, ab 19.30 Uhr Beachparty, Sonntag: 14.30 - 19.30 Uhr: Finale Sprungcup. Tagestickets kosten 3 Euro.

 

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Mannheimer Morgen vom 01.09.2001

 

"In die Knie, den Hintern ganz runter, die Arme lang"

 

Gewinner unserer Aktion lernen an der Wasserskianlage Mannheim-Rheinau, wie nass die Praxis nach trockener Theorie sein kann.

 

Das kann kein Zufall sein: Die mutigen Teilnehmer unserer Leseraktion schlüpfen gerade in die Bindungen ihrer Ski, da beginnt dieses Lied, das so sehr nach Sommer klingt - "Bacardi Feeling", säuselt die Stimme, die der Lautsprecher durch die warme Luft zum Steg herüber bläst. Wasserskilehrer Christoph wackelt kurz mit den Hüften, grinst und lässt seine Schüler erst einmal sitzen: "In die Knie, den Hintern ganz runter, die Arme lang." Alle folgen artig. "So bleibt ihr nach dem Start sitzen", erklärt Christoph weiter. "Bis ihr euch sicher fühlt."

 

Der trockenen Theorie folgt die nasse Praxis. Angela Wilhelm stapft auf ihren Brettern wild entschlossen zum Start - als Erste der Gruppe. Sie greift sich den Bügel, erinnert sich an Christophs Worte ("Knie, Hintern, Arme") - und schon rast sie übers Wasser. Als sei es ein Kinderspiel, hat Angela den Ruck überstanden, mit dem die Leine beim Start in das Umlaufseil der Bahn einhakt. Anerkennendes Nicken auf dem Steg. Und dann ein lang gezogenes, voller Mitleid herausgepresstes "Oooh": Angelas Kurventechnik ging während der ersten Richtungsänderung baden. "Das war doch gar nicht schlecht", wird sie später sagen. "Mehr hab ich beim ersten Versuch gar nicht erwartet."

 

Denn das haben alle, die den Wasserski-Kurs am Rheinauer See gewonnen haben, gemeinsam: Sie stehen zum ersten Mal auf den Holzbrettern. "Ich wohne zwar in Rheinau, habe aber noch die Kurve zum Wasserski gekriegt", sagt Christine Mattern, die sich riesig freute, dabei sein zu können. Schon oft habe sie den Wasserskifahrern zugeschaut, erzählt Stefanie Reinhold aus Schwetzingen. "Aber getraut habe ich mich nie." Heute hat sie mehr Mut, aber auch sie verliert in Kurve Eins das Gleichgewicht.

 

Dann kommt der Mannheimer Bülent Yolcu: Ein paar Meter kämpft er beherzt gegen alle physikalischen Kräfte an. Vergebens. Der Techniker für Betriebswissenschaft taucht mit einem spektakulären Satz ab. "Das war ein kurzer Trip - Ich glaub, ich bin zu schwer", analysiert er seine Premiere. Den Bogen als Erster raus hat Matthias Scholl aus Ludwigshafen. Locker und elegant dreht das Naturtalent auf Anhieb zwei Runden. Und weiß, warum: "Ich hatte ja die Negativbeispiele vor mir", flachst er. "Nein, im Ernst. Ich fahre Ski und das hilft wohl beim Belasten in den Kurven."

Nach und nach haben alle den Dreh raus und schießen teils mit tollem Einsatz um den 800 Meter langen Kurs. "Das ist spitzenmäßig, ich bin ganz begeistert", jubelt Jasmin Illing. Die Architektin aus Bensheim fühlt sich auf den Skiern sogar "ein bisschen schwerelos". Bülent hängt zwar noch etwas im Seil, findet aber Zeit, beim Vorbeifahren unserem Fotografen freundlich in die Kamera zu grinsen. "Ich hatte mit dem Sport Berührungsängste, aber durch eure Aktion ist der Bann gebrochen", sagt der 26-Jährige beim gemeinsamen Abschluss-Essen. "Ich werde mit Freunden bestimmt wiederkommen. Es macht riesig Spaß - auch wenn man ein paar Mal auf die Schnauze fällt."

 

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Mannheimer Morgen vom 13.08.2001

 

Sprungcup - die Weltelite wirbelt durch die Luft

 

Atemberaubende Flüge beim WSC Mannheim / 2000 Zuschauer brauchen ihr Kommen nicht zu bereuen:

Wasserski fahren macht Spaß und viele Menschen stellen sich besonders im Urlaub gerne mal auf die Latten. Sich über eine Sprungschanze katapultartig zwischen 30 und 60 Meter weit wegschleudern zu lassen, auf diese Idee kommen doch nur Verrückte, oder? Weit gefehlt, Wasserski-Sprung ist eine interessante Sportart. Davon konnten sich die zahlreichen Besucher beim zweiten Sprungcup des WSC Mannheim am Wochenende überzeugen.

 

Knapp 2000 Zuschauer säumten gestern das Ufer des Rheinauer Sees, als die Entscheidungen auf dem Programm standen. Und sie sollten ihr Kommen bei sommerlichen Temperaturen nicht bereuen, denn die fünf weiblichen und acht männlichen Finalteilnehmer ließen dem interessierten Beobachter mehr als einmal den Atem stocken. Mit Spitzengeschwindigkeiten jenseits der 100 Kilometer wurden die "Wasserski-Asse" von der Sprung-Rampe in die Luft geschleudert, ehe sie aus etwa sieben Metern Höhe zurück aufs Wasser fielen.

 

Bei den Damen galt die amtierende Welt- und Europameisterin Julia Meier-Gromiko als Favoritin. Die Weißrussin, die inzwischen in Deutschland lebt und trainiert, hatte bereits im Vorjahr den ersten Sprungcup in Rheinau für sich entschieden. Mit Claudia Geiger aus Friedberg hatte die 30-Jährige allerdings eine ernsthafte Konkurrentin, die Meier-Gromiko sogar ein Stechen abtrotzte. Nach drei Durchgängen lagen beide mit 39 Metern an der Spitze, ehe der routinierten Titelverteidigerin 37 Meter im Entscheidungs-Durchgang zum Erfolg reichten.

 

Den eigenen hohen Ansprüchen reichte Meier-Gromiko die Leistung aber nicht. "Die Sprünge waren nicht gut, ich bin überhaupt nicht zufrieden", erklärte sie, nachdem die junge Mutter erst einmal den Nachwuchs versorgt hatte. "Ich komme mit der Anlage einfach nicht zurecht, die Schanze ist mir persönlich zu langsam."

 

Auf den bis zu 2,50 Meter langen Brettern flog Lokalmatadorin Katrin Lindenberger auf Rang drei vor. 35,4 Meter brachten der 21-Jährigen den Sprung auf das Siegerpodest. "Ich war ziemlich müde, da ich hier durch die Organisation abgelenkt werde", gab Lindenberger zu, die nicht nur deshalb mit ihren Sprüngen zufrieden war: "Das war ok." Steigerungspotenzial hat sie bei sich selber aber schon noch ausgemacht: "An die Zwei da vorne komme ich nicht ran, aber ich bin noch jung und kann die Lücke noch schließen."

Bei den Herren ging es an der Spitze ähnlich eng zu. Bevor jedoch die Hymne für den Sieger gespielt wurde, mussten Athleten und Zuschauer eine Schrecksekunde überstehen. Andreas Pape aus Bad Arolsen hatte im zweiten Finaldurchgang viel riskiert und stürzte spektakulär. Nach bangen Momenten kam jedoch die Entwarnung, Pape kam heil davon und ergatterte mit einem 52,4 Meter-Sprung sogar noch den dritten Rang im Endklassement. "Die Sportler sind austrainiert und stecken deshalb viel weg", erklärte Mitorganisator Peter Lindenberger. "Außerdem sind sie durch ihre Anzüge ausgezeichnet gesichert."

 

Auf den Schutz des Materials konnte Jochen Lüers verzichten. Seinen Satz auf 56,2 Meter stand der Rosenheimer sicher und war deshalb gestern nicht zu schlagen. Nach Platz zwei im Vorjahr ließ er sich den Sieg nicht mehr nehmen. Ihm am nächsten kam Thomas Bauer, der mehrfache deutsche Meister machte nach 53,7 Metern wieder Bekanntschaft mit dem kalten Nass. "Eine tolle Leistung aller Starter", zollte Peter Lindenberger ein Universallob. "Die Zuschauer haben die Weltelite dieser Sportart gesehen und gehen hoffentlich begeistert nach Hause."

 

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Mannheimer Morgen vom 10.08.2001

 

Sprungcup lockt die Elite auf den Rheinauer See

 

WASSERSKI: Starkes Feld soll Schanzenrekorde purzeln lassen / WSC bei deutschen Meisterschaften erfolgreich

 

Der Rheinauer See ist wieder Schauplatz der nationalen und internationalen Wasserski-Sprungelite. Am Samstag und Sonntag richtet der WSC Rheinau zum zweiten Mal den Wasserski-Sprungcup an der Seilbahn aus. Das erfolgreiche Konzept aus dem vergangenen Jahr behalten die Veranstalter bei. Als Neuerung gibt es jedoch für jeden aufgestellten Schanzenrekord eine Prämie von 200 Mark. "Damit wird schon in den Vorläufen die Jagd auf die Bestweiten beginnen", sagt Sportwart Peter Lindenberger. Für die Zuschauer sind die bestehenden Schanzenrekorde mit Bojen markiert. Die Bestweite bei den Frauen stellte die aktuelle Weltrekordhalterin Julia Meier-Gromyko (Weißrussland) mit 39 Metern auf. Bei den Herren sprang Thomas Bauer (Kiefersfelden) mit 56,9 Metern am weitesten. Damit sind die beiden auch die Titelverteidiger.

 

Für den Mannheimer Club ist der Wettkampf eine tolle Möglichkeit, den Sport einer breiten Masse zu präsentieren. Immerhin sind die weltweit besten Wasserskispringer eingeladen. Aus Weißrussland, Österreich, Deutschland und Tschechien setzt sich das Feld der zwölf Männer und zehn Frauen zusammen. Mit am Start werden unter anderem der Europa-Rekordhalter am Boot, Jochen Lüers (67,6 Meter/WSC Kiefersfelden), die Weltrekordhalterin an der Seilbahn Julia Meier-Gromyko (43,10 Meter) oder auch Lokalmatadorin Katrin Lindenberger sein. Jeder der Teilnehmer hat im Vorlauf und im Finale drei Sprünge. Mit der Seilbahn können Weiten bis zu 60 Metern erzielt werden. Während die Herren über eine 1,80 Meter hohe Rampe springen, geht es für die Frauen über 1,65 Meter. Die Umlaufgeschwindigkeit der Seilbahn beträgt 57 km/h und erreicht auf der Schanze eine Höchstgeschwindigkeit von 110 km/h. Neben dem Sprungwettbewerb, wird der Nachwuchs des WSC eine Wakeboard- und Wasserski-Show zum Besten geben. "Das wird spektakulär", verspricht Lindenberger und hofft auf 3000 bis 5000 Zuschauer.

 

Jüngst unterstrich der WSC bei den deutschen Meisterschaften an der Seilbahn am Twistesee sein Können. "Mit der Mannschaft war es der größte Erfolg in unserer Vereinsgeschichte", lobte Lindenberger. Tatjana Avdonia, Katrin Lindenberger, Nadine Hagenhoff und Patrick Knodel holten sich im Mannschaftswettbewerb die Vizemeisterschaft. Im Slalom, Trickski und Springen zeigte das Quartett starke Leistungen. "Wir haben es innerhalb von vier Jahren geschafft, vom letzten auf den zweiten Rang vorzurücken", freute sich der Sportwart. Im Einzelwettbewerb war Katrin Lindenberger wieder einmal siegreich. In der Kombination und Trickski holte sich die 21-Jährige jeweils die Goldmedaille. Für Silber reichte es im Springen und im Slalom. Beim Springen musste sie sich Claudia Geiger geschlagen geben. Aber schon an diesem Wochenende hat Lindenberger die Chance, sich hierfür zu revanchieren. Auch die A-Jugendliche Lisa Mohr machte von sich reden. Bei den Frauen belegte sie bei den deutschen Titelkämpfen einen starken sechsten Rang.